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Ein guter Name in besten Händen

Kurz vor Weihnachten 2019 hat Hans Syz die 1947 gegründete Zürcher Filmproduktion Condor Films AG übernommen. Mitte 2020 ist Susann Henggeler dazugekommen. Weiterhin mit an Bord ist auch der Produzent Markus Röthl, sowie im freien Engagement Markus Welter.

Mehr über unser Team.

Warum braucht ein Film zwei Produzenten?

Ein Interview mit den beiden alten Freunden und neuen Condor-Kapitänen Susann Henggeler und Hans Syz.

Ende 2019 hat Hans Syz die 1947 gegründete Zürcher Filmproduktion Condor Films AG übernommen. Mitte 2020 ist Susann Henggeler dazugekommen.

Es ist nicht ihr erstes gemeinsames Projekt. Aber definitiv ihr ernsthaftestes.

Das Gespräch führte Thomas Meyer

Susann, hier in einem der beiden Chefsessel zu sitzen – war das dein Plan?

Susann: Im Gegenteil. Ich habe 2019 ein Sabbatical begonnen, um mal meinen Kopf auszulüften. Ich wusste nicht mal, ob ich überhaupt noch zurück zum Film wollte.

Hans, als du die Condor übernommen hast, wusstest du da schon, dass du Susann an Bord holen willst?

Hans: Ich wollte sie unbedingt dabeihaben. Aber sie war ja eben in Südafrika. Ich habe trotzdem angerufen.

Susann, hattest du gehofft, dass er das tut?

Susann: Ich hatte gehofft, dass er das nicht tut. Mein Sabbatical war mir wirklich wichtig. Zudem hat nicht nur Hans angerufen, sondern auch andere, das hat mich unter Druck gesetzt. Aber dann wurde mir bewusst, was für eine tolle Chance es ist, zusammen mit Hans die Traditionsmarke Condor in die Moderne zu führen.

Was heisst das für dich, die Moderne?

Susann: Sich mit Gleichgesinnten und Andersgesinnten in allen Altersstufen auszutauschen. Modern hat für mich mit jungen Menschen zu tun.

Was war euer erstes gemeinsames Projekt?

Susann: Ich war lange in der Werbung tätig, wollte aber mal einen Dokumentarfilm machen. Also habe ich 2008 mit Hans, der mir als Produzent bereits bekannt war, «Going Against Fate» umgesetzt.

Worum ging es da?

Hans: Um Mahlers sechste Sinfonie im Tonhalle-Orchester.

Darüber kann man einen ganzen Film machen?

Susann: Klar. Über den Dirigenten David Zinman, über die Proben, über das Orchester … es gibt viel zu erzählen.

Warum braucht ein Film zwei Produzenten?

Hans: Ich bin zwar Produzent, aber ich brauche jemanden, der produziert. Ich kann das nicht allein. Schon 1988, als ich Turnus übernommen habe, waren Frauen meine Producer.

Was schätzt du an der Zusammenarbeit mit Frauen?

Sie sind konsequenter als Männer. Wir sind gern selbstverliebt und spielerisch und begeistert. Da braucht es einen Gegenpol.

Susann, siehst du dich so?

Susann: Ja, ich sehe mich als realistische Person.

Hans: Heute hatte ich schon wieder ein paar hochfliegende Ideen. Susann kam und meinte nüchtern: Schön, aber wir brauchen einen Plan.

Susann, was schätzt du am Hans am meisten?

Seine Begeisterungsfähigkeit, sein sofortiges Umsetzen und sein Out-of-the-box-Denken. Mit ihm kann man neue Wege gehen.

Was findest du an ihm am schwierigsten?

Hans: Ich geh dann mal schnell raus …

Susann: Er war früher oft nicht verfügbar, nicht greifbar. Seit er Condor übernommen hat, ist das anders. Und: Er ist verdammt gut vernetzt. Auf allen Ebenen.

Wieso stört dich das?

Susann: Weil ich eifersüchtig bin! Ich hätte auch gern diese Kommunikation, die immer am Laufen ist. Ich bewundere das. Er hat keine Kontakte, sondern Beziehungen.

Hans, wie gelingt dir das?

Man muss offen sein. Und man muss interessiert sein. Nein: interessiert sein wollen. An den Menschen. Man muss ihnen seine Zeit geben wollen. Das ist das Wertvollste, das wir haben. Irgendwann sterben wir, also ist Zeit das Grösste.

Susann, hilft dir das? Für mehr Kommunikation?

Susann: Ich bin nicht ganz so offen. Wobei … in Südafrika habe ich gelernt, dass jeder Mensch eine interessante Geschichte hat. Das hat mich durchaus offener gemacht. Es ist aber auch eine Zeitfrage, wie Hans sagt. Mir ist meine Ich-Zeit wichtig.

Hans, was schätzt du an Susann?

Ihre ehrliche Art. Sie ist sehr direkt. Das ist selten. Sie hält mir den Spiegel hin, und ich verlange das auch von ihr. Ich will, dass sie auch nein sagt.

Und das stört dich nie?

Manchmal zucke ich schon etwas zusammen, wenn Susann in der delikaten Pitchphase die Diplomatie komplett vermissen lässt. Ich habe diesen Mut nicht.

Filme werden immer häufiger gestreamt. Kann man da noch von Kinofilmen sprechen? Ganz grundsätzlich?

Susann: Auf jeden Fall. Das Kino wird nicht aussterben. Ein Kinobesuch ist ein sozialer Event, wie ein Theaterbesuch. Es wird sicher weniger Kinos geben, aber nicht weniger Filme.

Hans: Leinwand und Streaming sind letztlich sehr nah beieinander. Auf Netflix findest du nur Kinomaterial. Wir wollen Filme für ein breites Publikum machen. Wo und wie sie angeschaut werden, spielt in der Entwicklung der Stoffe keine Rolle. Und wie Susann sagt: Das Kinoerlebnis wird bleiben. Bei «Wolkenbruch» ist mir enorm aufgefallen, wie die Stimmung des Filmes auf das Publikum übergegangen ist. Das geht nur in einem grossen Saal.

Hans, du hast gesagt, dass Zeit endlich ist. Was möchtest du unbedingt noch erreichen?

Im Film?

Generell. Auch filmisch.

Ich möchte noch ein paar grosse Filme machen. Das muss nicht heissen, dass sie teuer sind. Sondern, dass sie grosse Gefühle auslösen.

Susann: Für mich ist ein grosser Film ein erfolgreicher Film, aber nicht nur im wirtschaftlichen Sinne, sondern auch bezüglich der Anerkennung. Wie bei «Wolkenbruch», der als erster Schweizer Film bei Netflix aufgenommen wurde. Oder ein Film, der an einem Festival auffällt.

Habt ihr schon einen solchen grossen Film auf dem Tisch?

Susann: Wir haben zwei in Entwicklung. Einer ist der «Wetterschmöcker», der eine wichtige Botschaft enthält: Bleib bei dir selbst, um Nächstenliebe geben zu können.

Hans: Das habe ich noch nicht so verkürzt gehört, aber es geht genau dorthin.

Susann: Der Film spielt stark mit der Ängstlichkeit und Engstirnigkeit der Schweiz. Uns fehlt manchmal der Weitblick. Die Angst vor dem Fremden ist ein wichtiger Teil dieses Films.

Bitte noch vier Adjektive für die neue Condor:

Susann: innovativ?

Innovativ? Ernsthaft jetzt?

Susann: Stimmt, das sagen alle. In dem Fall: anständig. Das ist eine Eigenschaft, die mir wichtig ist.

Hans: Anständig und trotzdem hungrig.

Susann: Und mutig. Aber nicht nur bezüglich der Themen, sondern auch bezüglich neuer Wege. Mutig und vertrauensvoll.

Hans: Und unkonventionell. Mich interessiert nicht, was «man» macht oder wie «man» es macht. Sondern, dass man es macht. Und wenn man damit auf die Schnauze fällt, so what? Fehler sind nicht schlimm.

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